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der morph (übernommen dksk)

Der morph club war einer der besten Clubs der Welt. Er stand als grell leuchtendes Symbol der Bamberger Nachtszene für legendäre Partys, Exzesse, wilden Sex und hemmungslose Exzentrik. Er war eine Spielwiese für alle, die schon immer von Partys träumten, auf denen sie ihren Fantasien freien Lauf lassen und hemmungslos bis in die frühen Morgenstunden feiern konnten. Zudem konnte man in ihm stets den edelsten Klängen lauschen.

Wie genossen wir nicht die stets unverwechselbare Mischung aus Trinkerschweiß, Bierdunst und Zigarettenrauch. Er war die souveräne Verachtung sämtlicher Gesundheitstipps, eine ungesunde, aber autonome und definitiv glücklich machende Lebenswelt.

Richtig gemütlich war es im morph erst, wenn die Luft zum Schneiden war und die durchschnittliche Sichtweite unterhalb der Entfernung zweier Gläser Colaweizen lag. So viel steht fest: Wer am nächsten Tag nicht sämtliche Klamotten in die Wäsche geben musste und einen steinschweren Brummschädel hatte, ist am Abend zuvor unumstößlich nicht im morph gewesen!

Eine richtige Abluftanlage hatte unser morph natürlich nicht. Jedenfalls keine, die funktionierte und regelmäßig gewartet wurde. Kein Wunder dass der Schuppen schimmelte. Außerdem kostete eine gute Abluftanlage viel Geld und viel Strom... unökologisch und unnötig. Gerade in den Zeiten von Ressourcenverschwendung und Klimakatastrophe, nicht wahr?

11.3.08 14:19


die Sache mit der Pizza...

 

 

"Schnieke sehen sie ja aus, in ihren Designerklamotten und den teuren Rädern", denkt sich die Pizzaverkäuferin. Trotzdem weiß die gute Frau auf den ersten Blick nicht so recht, ob es sich bei Annett und Moritz um Glücksboten der Lottogesellschaft, Abgesandte eines Inkassobüros, Investmentberater von der Bank um die Ecke oder um ein Killer-Duo handelt. Doch Kommando zurück! Beim näheren Hinsehen entpuppen sich die Beiden als offenkundig verwirrte Kunden, die Pizza kaufen wollen.

 

Fünf Minuten vorher. Annett hat im Vordergrund schon die ganze Zeit auf ihrem Rad herum gezappelt und mit bewundernswerter Kondition ihre "rechts fahren – rechts!!!" und "links fahren – links!!!" Anweisungen durchgehalten. Kein Wunder, denn Moritz ist durch die anstrengende körperliche Betätigung des Radfahrens soweit geschunden, das er im Straßenverkehr unmöglich klare Gedanken fassen kann.

Zurück am Pizzastand. Annett und Moritz greifen nach ihren gezahlten Pizzastücken. Kaum in Händen, eilt Moritz damit völlig von Sinnen in die entgegen liegende Richtung. Annett ist aufgrund ihres Fiebers schon spürbar nervös und fahrig. Plötzlich weiß sie nicht wie ihr geschieht und ein leichter Anflug von Panik steigt in ihren Augen auf. Gleich einem Roboter, der aus dem Stand-by-Modus erwacht, erhebt sie ihren rechten Arm und spricht: "Rechts fahren Moritz– rechts!!!". Zu Spät. Das Stück Pizza, das sie bis zu diesem Moment noch eisern in fingern hielt, fällt zu Boden. Ja, so vergeht die Herrlichkeit der Welt!

Das Stück am Boden hat bei Moritz eine Ausgelassenheit zur Folge, die er kaum zügeln kann. So etwas hat er "noch nie erlebt", sagt Moritz. "Wer Annett kennt und schätzt, der hat eine große Toleranz was die krude Mischung aus Irrsinn und Genialität ihres Verhaltens betrifft", "Mit Annett braucht man keine Drogen, um einen Rausch zu erleben".

Um die Lage vielleicht doch noch zu entschärfen, empfiehlt Moritz mit traumwandlerischer Ernsthaftigkeit, dass sich das gefallene Stück doch wieder auflesen läse. Doch dafür sei sich sogar Annett zu schade...

übernommen von moritz k. dksk

 

12.7.07 13:44





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